Das Besondere an Wertschätzung

Das Besondere an Wertschätzung

Jutta Büttner, Psychologin und Trainerin für wertschätzende Kommunikation stellt in ihrer Blogparade folgende Frage: „Welche kleinen Gesten der Wertschätzung machen deinen Alltag besonders?

Sowohl in meinem Alltag wie auch in meinen Berufen spielt Wertschätzung einen zentrale Rolle. Oft sind es nur kleine Gesten, wenige Worte oder ein anerkennender Blick mit der Wertschätzung zum Ausdruck gebracht werden kann. Wir alle wollen wertgeschätzt werden, das liegt in der Natur des Menschen. Im Leben sollte es eine ausgewogenen Balance zwischen Geben und Nehmen geben, auch im Bereich der Wertschätzung. Ich verhalte mich gegenüber meinen Mitmenschen, den Tieren und der Natur auf wertschätzende Art und Weise. Wenn viele genauso handeln, wird mir natürlich auch Wertschätzung entgegen gebracht. Eine Win-Win-Situation für uns alle. Doch was ist Wertschätzung genau?

Wertschätzung

Wertschätzung bezieht sich auf die Anerkennung, die Achtung und das Wohlwollen, welches einer Person, einer Sache oder einer Leistung gegenüber empfindet. Es bedeutet, den Wert und die Bedeutung von etwas oder jemandem zu erkennen und auch auszudrücken. Wertschätzung kann sich in Form von Lob, Respekt, Dankbarkeit und positivem Feedback ausdrücken. Es spielt eine wichtige Rolle in zwischenmenschlichen Beziehungen, mir selbst gegenüber und im Arbeitsleben.

Wertschätzung zu mir selbst

Mich selbst anerkennen, mich selbst loben annehmen und wertschätzen ist für mich im Laufe meines Lebens wichtig und ganz natürlich geworden. Bringe ich mir selber Wertschätzung entgegen, bin ich auch in der Lage anderen wohlwollend und wertschätzend zu begegnen. Ich habe gelernt gut auf mich aufpassen, meine Bedürfnisse zu spüren und wahrzunehmen.

  • Ich plane im Vorfeld meine Pausen und halte sie dann auch ein.
  • Ich koche täglich frisch für mich und esse die Lebensmittel, die mir gut tun und mich nähren. Ich versuch ausreichen zu trinken und wende folgenden Trick für mich an: Abends stelle ich mir eine Thermoskanne mit heißem Wasser bereit. So trinke ich schon zwischen Duschen und Frühstück etwa einen Dreiviertel Liter heißes Wasser und starte „vollgetankt“ in den Tag.
  • Ausreichend Schlaf ist mir wichtig, am Besten deutlich vor Mitternacht ins Bett.
  • Meditation hilft mir mich zu fokussieren. Ich lerne dabei aufkommende Gedanken und Gefühle als das wahrzunehmen, was sie sind, nämlich Gedanken und Gefühle.
  • Bewegung in der Natur. 
  • Ich darf meiner inneren Stimme und meiner Intuition vertrauen.
  • Ich erkenne meine Arbeit und meine Leistung an und konzentriere mich dabei auf die Lösungen.
  • Ein Dankbarkeitstagebuch führen
  • Ich habe gelernt „nein“ zu sagen, das ist nicht immer einfach und manchmal fällt es mich auch schwer. Ebenso umbebe ich mich fast nur noch mit Mitmenschen, die mit gut tun.
  • Mitgefühl zu mir selbst entwickeln, ich bin nachsichtig mit mir selbst und meinen Schwächen

Wertschätzung zu anderen

  • Aktives und wertfreies Zuhören in Gesprächen, mit Freunden oder auch im beruflichen Kontext. Ich frage nach, wenn ich etwas nicht richtig verstanden habe.
  • Sich bedanken bei der Freundin für den Kaffee, bei den Kunden das sie da waren oder bei Kursteilnehmern für ihre Teilname. Vielleicht ist das heute nicht mehr populär, ich finde ein Danke und ein Lächeln öffnet die Herzen.
  • In Coachingsitzungen ist mir besonders wichtig, dass sich mein Gegenüber wohl fühlt, sich öffnen kann. Nur so kommt das vermeintliche Problem an die Oberfläche und darf bearbeitet werden. Dann ergibt sich plötzlich die Möglichkeit die eigenen Ressourcen zu sehen und zu stärken. Und manchmal darf ich auch einfach nur da sein und wertschätzend zuhören.
  • Humor darf auf keinen Fall fehlen. Ich lache auch oft laut über mich selbst. Und im Beruf darf, soll und muss gelacht werden, das entspannt und befreit.
  • Sehen, wenn andere Hilfe benötigen und mit offenen Augen durch die Welt gegen. Daraus kann ich ganz wunderbare Achtsamkeitsübungen im Alltag machen: Am Bahnhof einfach mal einen Koffer die Treppe herunter tragen, der Mutter mit dem Kinderwagen in den Bus helfen, etwas Weggeworfenes aufheben und zu Hause in den Müll werfen, einfach fragen „darf ich Ihnen helfen“. Ich erwarte keinerlei Gegenleistung, ein Danke und ein Lächeln ist das Geschenk für mich.

Was ich zurück bekomme

  • In der Apotheke: „Vielen Dank für die tolle Beratung“, „Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben“, „Sie haben mir sehr geholfen“
  • Im Coaching: „Das hat mir gut getan“, „Danke, dass du für mich da warst“, „Bei dir kann ich einfach ich sein“, „Du bringst mich mit deinen Fragen zum Nachdenken“
  • Im Achtsamkeitskurs: „Was soll ich denn nun nach dem Kurs ohne deine Anleitungen machen“.
  • Im Yoga: „Bitte nimm doch mal eine Yogastunde auf, dann kann ich deine Stimme auch zu Hause hören“.
  • Mein Motto: „Ich lächle und die Welt lächelt zurück“ ist mein größtes Geschenk an Andere und von anderen.

Fazit

Wertschätzung ist ein fester Bestandteil meines Lebens, gegenüber mir und meiner Umwelt. Was wäre ein Leben ohne Wertschätzung, das möchte ich mir gar nicht vorstellen wollen. Wertschätzung ist für mich untrennbar mit Dankbarkeit und Freude verbunden. Ich bin dankbar für dieses Leben in Frieden und Freiheit. Ich bin dankbar für jedes Lächeln, das mir entgegen kommt. Und diese Dankbarkeit gebe ich gerne als Wertschätzung an andere zurück. Es erfüllt mich mit Freude, wenn ich gewertschätzt werde und ebenso ist es freudvoll für mich, andere wertschätzend zu behandeln. Freude ist mein Motor und lässt mich einfach weiter machen.

Liebe Grüße, Birgit

4 Kommentare
  • Pingback:KW43/2023: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society
    Posted at 03:21h, 30 Oktober Antworten

    […] Das Besondere an Wertschätzung […]

  • Jutta Büttner
    Posted at 02:47h, 24 Oktober Antworten

    Liebe Birgit,
    Vielen Dank für deinen anregenden Artikel.

    Ich mag die Idee, dass ein bisschen Wertschätzung an mir hängen bleibt, wenn ich sie verschenke.

    Liebe Grüße

    Jutta

  • Sylvia Tornau
    Posted at 02:23h, 24 Oktober Antworten

    Liebe Birgit, als ich diesen Artikel las, hatte ich ununterbrochen ein Lächeln im Gesicht, das wollte ich dir schreiben als Zeichen meiner Wertschätzung. Danke dafür. Ich finde es so spannend, dass früher die Wertschätzung von anderen so viel wichtiger war und wie sehr im Verlauf des Lebens sich das ändert: Die Wertschätzung für sich selbst und die für andere bekommt einen immer größeren Stellenwert und im Ergebnis erhalten wir dafür das, was du am Ende schreibst: „Wertschätzung ist für mich untrennbar mit Dankbarkeit und Freude verbunden. Ich bin dankbar für dieses Leben in Frieden und Freiheit.“ Herzliche Grüße Sylvia

    • Birgit Buchmayer
      Posted at 07:56h, 24 Oktober Antworten

      Liebe Sylvia,
      Vielen lieben Dank für deine Worte, die mich sehr berühren. Deine Kommentare sind persönlich, voller Wertschätzung und wertvoll für mich.
      Herzliche Grüße, Birgit

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