13 Aug. Himmlisch Schön – 12 von 12 im August 2026
Heute ist Sonnenfinsternis, eines von vielen besonderen Himmelsereignissen in diesem Jahr. Das wollt ich beobachten und fotografieren. Mein Mann und ich sind auf einem Kurztrip nach Süddeutschland unterwegs. Schon Tage vorher durchstöbere ich Google Maps nach einem geeigneten Standort: freie Sicht nach West-Nord-West.
In Dietzenbach südlich von Frankfurt sind wir fündig geworden. Hier steht ein imposanter Aussichtsturm mit 360° Fernsicht, also ideal.

Das Wunder beginnt. Der Mond schiebt sich langsam vor die Sonne.

Ein paar Schleierwolken ziehen durch die Szene und zaubern einen malerischen Effekt.
Mir ist aufgefallen, dass der Mond bei der Finsternis von rechts nach links über die Sonne wandert. Dabei bewegen sich Himmelskörper doch eigentlich immer von Ost nach West, oder? Ein kleines Rätsel für aufmerksame Beobachter.

SoFi Brille vor Handy.

Kleine Details am Rande.

Höhepunkt der Sonnenfinsternis, Abdeckung in Deutschland etwa 89%.
Des Rätsels Lösung: Diese tägliche Wanderung durch den Himmel machen Sonne und Mond gemeinsam, weil sich die Erde dreht – das verändert also nichts an ihrer Position zueinander. Was ich hier eigentlich sehe, ist eine ganz andere, viel langsamere Bewegung: der Mond auf seiner eigenen Bahn um die Erde.

Die Skyline von Frankfort im Abendlicht.

Die Fotografin an Action.

Die Sonne erscheint fast wie ein zunehmender Mond.

Und diese Bahn verläuft nach Osten, ungefähr sein eigener Durchmesser pro Stunde. Blickt man Richtung Sonne, liegt Osten links – deshalb schiebt sich der Mond scheinbar von rechts nach links über die Sonnenscheibe. Kleines Detail, aber ich fand es faszinierend, als ich mich gefragt habe, warum das so ist.

Kurz vor Schluss hatte ich Glück und konnte ein startendes Flugzeug vor der Sonne erwischen

Zum Abschluss des Tages habe ich dann noch eine Sterschnuppe erwischt. Wünscht euch was!
Das war mein Tag in 12 Bildern von einem besonderen Ereignis. Für alle Fotointeressierte unter euch, hier ein paar Fakten: Ich fotografiere mit einer Fuji XT 5, also im APSC Format. Als Objektiv habe ich heute das Fujinon 70 bis 300 mm verwendet. Dazu habe ich einen ND 1000 und einen ND 64 übereinandergelegt und vor dem Objektiv angebracht. Der Turm, auf dem ich stand, war sehr wackelig, also musste ich mit mind. 1/500 bis 1/1000 Sekunde fotografiren, um möglichst scharfe Bilder zu bekommen. Die Blendeneinstellung habe ich zwischen 5.6 und 8.0 gewählt. Da ich RAW Aufnahmen erstelle werden die Fotos in Lightroom bezüglich Ausschnitt, Helligkeit, Temperatur entwickelt.
Mein Dank gilt Caro von Draußen nur Kännchen, die alle 12 von 12 Artikel sammelt. Und nun zu dir, wie war dein Tag? Ich freue mich auf deine Antwort in den Kommentaren.
Sonnige Grüße, Birgit
Gabi Kremeskötter
Posted at 17:58h, 13 AugustLiebe Birgit,
was für Fotos!
Wow, wow, wow und danke fürs Teilen!
Dein Flugzeug vor SoFi habe ich ja schon bei SoMe bewundern können, die restlichen Aufnahmen sind ebenfalls großartig.
Da kann ich mit meinem stümperhaften Handyfoto definitiv nicht mithalten, aber brauche ich ja auch gar nicht.
Ich wünsche dir eine gute Weiterreise Richtung Süden, wieder in den Urlaub?
Dann freue ich mich jetzt schon über deinen nächsten Bericht.
Herzliche Grüße
Gabi
Silke Geissen
Posted at 15:50h, 13 AugustLiebe Birgit, wunderschöne Fotos!
Erstmal alle, sowieso, und dann habe ich ein paar Favoriten: die mystischen Schleierwolken und die zauberhaften Farbverläufe auf dem Foto, die stoppelige Randbetrachtung und dieses unglaubliche Bild mit dem Flugzeug. Ich bin sehr begeistert und bewundere deine Fotokunst. Sternschnuppen habe ich übrigens auch eingefangen, drei Stück, die purzelten ja nur so!
Herzliche Grüße
Silke
Susanne Wagner Atemsinn
Posted at 13:57h, 13 AugustLiebe Birgit
Ich bin geflasht von deinen fantastischen Bildern! Dank deinem Beitrag habe ich nun auch einen visuellen Eindruck davon erhalten.
Das Himmelsspektakel gestern haben wir leider nicht sehen können, da die hohen Berge die Sonne bereits verschluckt hatten. Wir wären dafür aber auch nicht ausgerüstet gewesen. Ich durfte 1999 die Sonnenfinsternis in England erleben und erinnere mich daran, wie es plötzlich so kühl wurde (das war ja dann auch um die Mittagszeit).
Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Susanne