09 Aug. 8 achtsame Momente im August 2026
Meine letzten achtsamen Momente habe ich im Januar geschrieben. Ich brauchte einfach eine Pause. Die Idee des 8Sammelns stammt von Susanne Wagner. Diese Mini Blogparade besteht schon seit 3 Jahren, dies ist mein 22. Beitrag.
Für mich selbst werde ich das 8-Sammeln etwas modifizieren. Zukünftig werde ich über den gesamten Monat hinweg diese Momente sammeln. Sie werden dann unter der Kategorie „Mit allen Sinnen“ erscheinen.
Doch nun zum heutigen Tag:
- Mein erster Moment ist schon mitten in einer unruhigen Nacht. Ich hatte keinen wirklichen Albtraum, ich hatte eher den immer wiederkommenden Gedanken: Was passiert, wenn hier im Haus eingebrochen wird? Wo kann ich mich verstecken? Die Szenerie wurde in meinem Kopf immer realer. Im Geiste sah ich mich, wie ich versuchte, mich im linkesten Kleiderschrank ganz links in der Ecke hinter den Kleidern zu verstecken. Ich atme kaum, das Herz pocht in der trockenen Kehle und ich versuche, einen Schleier um mich zu legen, der mich verschwinden ließ. Puh! Ich liege im Bett und versuche, Atem und die Gedanken zu beruhigen. Ein-aus-ein-aus. Alles nur ein Traum. Beruhige dich. Nach einer Weile bin ich wohl wieder eingeschlafen.
- Frühstückspause in der Apotheke, einmal im Monat arbeite ich samstags. Wie auch an jedem anderen Tag, frühstücken wir Kolleginnen gemeinsam, eine echte Tradition. Heute gibt es selbstgemachten Joghurt mit Leinsamen, Chiasamen und Früchten. Irgendetwas ist bei der Zubereitung schiefgelaufen, der Joghurt schmeckt mir nicht. Ich esse ihn trotzdem. Mein achtsamer Moment: Ich bemerke, dass ich etwas esse, was ich nicht mag, weil ich kein Essen wegwerfen möchte. Und ich stelle mir selbst die Frage, ob das so richtig ist.
- Zu Hause wird dann erst einmal Kaffee getrunken. Zum zweiten Mal am Tag trinke ich etwas, was mir nicht schmeckt. Der Kaffee ist mir zu bitter. Warum tue ich so etwas?
- Ich gönne mir eine Ruhepause im Liegestuhl. Ein kleiner Schmetterling setzt sich auf mein Knie. Das kitzelt und ich beobachte, wie er irgendetwas von meiner Haut oberflächlich isst. Spannend.
- Heute wäre der 70. Hochzeitstag meiner Eltern gewesen. Mein Vater ist im letzten November gestorben, den 69. Hochzeitstag haben beide gemeinsam gefeiert. Es berührt mich, dass meine Mutter den Tag dennoch mit uns feiern möchte. Gedanken zu meiner Ehe tauchen auf und ich bemerke Schmetterlinge im Bauch, ein schönes Gefühl.
- Die Familie trifft sich zum Abendessen in einem syrisch-libanesischen Lokal. Ich bestelle mir Makali, gegrillte Auberginen, Zucchini und Blumenkohl mit Walnüssen, Granatapfelkernen und Salat. Das schmeckt mir außerordentlich gut. Zartes Auberginenfleisch trifft auf knackige Walnüsse, dazu der süß-saure Geschmack des Granatapfels.
- Wir schlendern durch die Stadt zurück zum Auto. Viele Menschen sind an diesem lauen Sommerabend unterwegs. Stimmengewirr von rechts und links. Ich scheitere beim Versuch, die unterschiedlichen Sprachen zu erkennen und zu unterscheiden. Ich bin glücklich, sehe ich doch in so viele freundliche und zufriedene Gesichter.
- Satt, müde und zufrieden gehe ich zu Bett und lasse den Tag Revue passieren. Ich sage Danke, konzentriere mich auf meinen Atem und bin dann wohl eingeschlafen.
Das waren sie, meine heutigen achtsamen Moment. Und welche hast du erlebt? Schreib sie doch einfach in den Kommentar.
Liebe Grüße, Birgit
Susanne Wagner Atemsinn
Posted at 20:58h, 09 AugustLiebe Birgit
Schön, bist du wieder dabei und Gratulation zu 3 Jahren Mitsammeln! Eine entschleunigende Idee, die 8 Momente auf den Monat auszudehnen und so zu sammeln. Ich freue mich über jeden Moment, egal wann oder wo er gesammelt wird – Hauptsache mit allen Sinnen mehr vom Leben haben.
Herzliche Grüsse
Susanne